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Thema: Lochkarten

Damit nichts kleben bleibt …

Margrit S. aus Berikon, AG schrieb am 9. November 2009, 0 Kommentare Kommentare

Während meiner Ausbildung zur kaufm. Angestellten arbeitete ich 1976 für einen grossen Lebensmittel-Produzenten. Damals waren die Computer noch richtig gross und deren Einsatzmöglichkeiten doch eher klein.

Ich hatte Gelegenheit, die Programmierung von COBOL zu lernen, und arbeitete fleissig mit Ablaufdiagrammen, Programmiercode und Fehlersuche, bis mein erstes kleines Programm für die Steuerung einer Etikettendruckmaschine stand. Mein Vorgesetzter unterstützte mich nach Kräften, ohne mich einzuschränken. Auf alle Fälle gab es diesen Moment, als “mein” Programm fertig getestet und in Lochkarten gestanzt zum ersten Mal produktiv gehen sollte. Ich hatte selber den Stapel bereit gestellt und war nur ganz kurz raus, um noch etwas abzulegen.

Lochkarten. Bild: Pete Birkinshaw.

Lochkarten. Bild: Pete Birkinshaw.

Nach meiner Rückkehr startete ich das Einlesen der Lochkarten und danach das eigentliche Programm. Da klingelte plötzlich das Telefon und eine aufgebrachte Stimme fragte, welcher Idiot die Konfitürenproduktion gestartet hätte.

“Mein” Programm hatte sich selbstständig gemacht und lag friedlich in einem Kasten und ich hatte … – na ja, das können Sie sich ja denken!

Was ich daraus gelernt habe: Schau zweimal, bevor du einen neuen Prozess in Gang setzt, ob dieser auch gewünscht ist.

PS: Das Programm hat danach doch noch funktioniert …

(Bild: Pete Birkinshaw)

 
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