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Alle Erlebnisse

Meine erste Festplatte – mit Wasserkühlung

Dejan S. aus Winterthur, AG schrieb am 23. März 2010, 0 Kommentare Kommentare

Man schreibt das Jahr 1989, es ist Sommer und in meiner Wohnung in einem abgelegen Land am Balkan ist es heiss, sehr heiss …

Fuer meinen Schneider PC, 8086 4MHz, 640 kB RAM, 2 (!) 5.25″-Laufwerke, habe ich im 36 Stunden weit entfernten Deutschland für 475 DM eine Seagate-HD-Card-Festplatte erworben.

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«Hallo. Mein PC startet nicht.»

Daniel H. aus Arlesheim, BL schrieb am 19. März 2010, 0 Kommentare Kommentare

Vor beinahe 15 Jahren arbeitete ich an einem Helpdesk. Hier zwei Anekdoten aus der Zeit (echt wahr!):

Anruferin: «Hallo. Mein PC startet nicht.»
Ich: «Steht irgendetwas auf Ihrem Monitor?»
Sie: «Ja, eine Blumenvase.»
Ich: «Nein, ob etwas geschrieben steht.»
Sie: «Please press any key to continue.»
Ich: «Ja, haben Sie das denn schon versucht?»
Sie: «Dachte ich mir, dass sie das fragen. Ich habe aber überall gesucht und keine Taste ‘any’ gefunden.»
Ich: «… Drücken sie mal ‘a’ für ‘any’.»
Sie: «Achso! OK, jetzt läuft’s wieder. Danke!»

Anrufer: »Hallo. Mein PC startet nicht.»
Ich: «Steht etwas auf dem Monitor geschrieben?» (Auch ich habe dazugelernt.)
Er: «Nein, der ist schwarz.»
Ich: «Ist er denn eingeschalten?»
Er: «Wofür halten Sie mich denn? Natürlich. Das Lämpchen leuchtet.»
Ich: «Und beim PC selber?»
Er: «Nein, dort leuchtet nichts.»
Ich: «Ist denn das Stromkabel eingesteckt?»
Er: «Sagen Sie mal… Warum sollte ich den PC ausstecken?»
Ich: «Vielleicht hat’s ja die Putzfrau irrtümlich ausgesteckt. Überprüfen Sie’s mal bitte.»
Er: «Tatsächlich … Jetzt startet er auch wieder. Da muss ich doch mal mit der Putzfrau sprechen!»

Optimierung gelungen, Rechner tot.

Frank M. aus Arlesheim, BL schrieb am 12. März 2010, 0 Kommentare Kommentare

Als ich 1988 als Junior-Texter in einer der führenden internationalen Werbeagenturen anfing, hackten wir unsere Texte zwar noch in Schreibmaschinen, aber die Sekretärinnen waren schon mit leistungsstarken Rechnern ausgestattet, die sogar über 2 Wechselplatten mit je 20 Megabyte verfügten.

Das meistbenutzte Programm neben Word und Harvard Graphics war Tetris, was man am „Game over“-Schlussbild erkennen konnte, das sich in den Bernsteinmonitor gebrannt hatte und bei blinkendem Dos-Prompt immer leicht durchschimmerte.

Ich erkannte die Zeichen der Zeit und beschloss, mir auch einen Rechner zuzulegen. Einen Commodore PC-20 mit Dos 3.2, 640 Kilobyte RAM und 20 Megabyte Festplatte, dazu je ein Laufwerk für 3,5 Zoll und 5 1/4 Zoll Disketten. Zwar dauerte es eine ganze Weile, bis ich verstanden hatte, was ein Betriebssystem war und was man damit machen konnte, doch dann gab es kein Halten mehr.

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Die Laufwerkverwechslung

Peter D. aus St. Gallen, SG schrieb am 7. März 2010, 0 Kommentare Kommentare

Es begab sich an einem PC-Einsteigerkurs in der «alten» Klubschule oberhalb des Trischli in St Gallen. Die Aufgabe war, eine HDD-Diskette im Computer einzulegen und die sich darauf befindlichen Daten zu lesen.

Das klappte auch wunderbar, bis sich eine ältere Dame meldete – ich solle vorbeikommen, sie finde keine Daten.

Als erstes versuchte ich selbst, das Laufwerk anzusprechen, ohne Erfolg. Zu meinem Erstaunen stellte ich dann fest, dass das Diskettenlaufwerk leer war. Auf meine Frage, wo sie die Diskette eingelegt habe, zeigte sie mir … das CD-Laufwerk.

Sie hätte sich noch gewundert, warum das Schliessen der Schublade so streng gegangen sei. Tja, die neue Technik!

Nagelneu und doch kaputt

Bruno U. aus Strengelbach, AG schrieb am 2. März 2010, 0 Kommentare Kommentare

In der Firma, in der ich früher arbeitete – einer Bank -, hatten wir eine Abteilung, in der es eher ruhig zu und her ging. Wir nannten sie scherzhalber die «Pensionierten-Abteilung».

Für uns IC-Leute sah es aus, als ob die Hauptaufgabe der Mitarbeiter dieser Abteilung darin bestand, sämtliche Tageszeitungen zu lesen und die Zeit totzuschlagen. Nichtsdestotrotz war jeder von ihnen immer mit den aktuellsten PC-Modellen ausgestattet. Da wir alle drei Jahre die PCs ersetzten und in just dieser Abteilung vor dem Ersatz der PCs ein Wechsel auf Flachbildschirme angesagt war, bekam einer der Mitarbeiter einen nagelneuen Eizo-Flachbildschirm. Als er diesen ausprobieren wollte, bekam er jedoch einfach kein Bild. Unser IC-Mitarbeiter rennt also sofort los, mit einem Ersatz unter dem Arm, und will doch noch kurz vor dem Wechseln den PC unter dem Tisch anschauen.

Das grüne Lämpchen leuchtet: Toll. Kein Bild erscheint: Nicht so toll. Bildschirm kurzerhand ausgefädelt, neuen eingefädelt, angeschlossen: Nichts. Nochmals Stromkabel, VGA-Kabel getestet, alles dran.

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Mit drei Tasten im Nirvana

Thomas J. aus Strengelbach, AG schrieb am 23. Februar 2010, 0 Kommentare Kommentare

Wer heute einen Mac- oder Windows-PC per Maus befehligt, kann sich gar nicht vorstellen, dass die Geräte früher hauptsächlich per Kommandozeile oder Tastenkombination zu Aktionen genötigt wurden. Ich konnte es vor zwanzig Jahren auch nicht. Als Atari-ST-Benutzer war mir die Maus wohl bekannt und vertraut, doch in der Redaktion einer Computerzeitung, wo ich als Redakteur angefangen hatte, musste ich die Texte auf einem Schneider-PC tippen. Damals war Windows noch ein System für Exoten und alle Programme liefen unter MS-DOS. Da wurden die Programme über Kommandos gestartet. Hing der Computer und verlangte nach einem Reset, drückte man Strg, Alt und Entf – im Gegensatz zu heute, wo der Taskmanager aufgerufen wird, startete der PC direkt neu.

Sah damals anders aus, konnte aber genau so fatal sein: Die Delete-Taste (Bild: Flickr/M i x y, CC)

Sah damals anders aus, konnte aber genau so fatal sein: Die Delete-Taste (Bild: Flickr/M i x y, CC)

Auch innerhalb der Programme benutzte man statt Menüzeilen Tastenkombinationen. Leider gab es damals noch keine Übereinkunft zwischen verschiedenen Herstellern, wie die Tasten für bestimmte Funktionen lauten. Der eine verwendete Strg und einen Buchstaben, beim nächsten musste man erst Escape drücken, dann eine Taste, wieder andere wollten eine Funktionstaste, zusammen mit Strg, Alt, AltGr, Shift oder einer Kombination davon. Wer damals zwischen verschiedenen Programmen wechseln musst (zuhause und im Büro oder aus anderen Gründen), wird das Leid kennen.

Die Textverarbeitung in der Redaktion, wo ich arbeitete, war aber nicht Word, WordStar oder WordPerfect, sondern der Herausgeber setzte auf den Computern das Programm ein, dass im eigenen Hause programmiert worden war – den «Textomat». Der Textomat war kein schlechtes Programm, denn es war (und ist immer noch) das einzige Programm, mit dem sich hundertprozent genau auf Zeile schreiben ließ, weil man den «Word Wrap», also das Übernehmen des Wortes in die nächste Zeile, deaktivieren konnte. Wer also 25 Zeichen pro Zeile abliefern musste, konnte genau das tun. Textomat verwendete jedoch wieder einen eigenen Befehlscode, der mir damals nicht geläufig war. Ich hatte gerade einen Text geschrieben und wollte ihn abspeichern. Ein Kollege, den ich nach der Tastenkombination dafür fragte, sagte zu mir: «Irgendwas mit Strg und Alt», also probierte ich mehrere Tasten aus, unter anderem auch die Del-Taste …

Zum Glück war der Text nicht allzu lang gewesen.

(Bild: Flickr/M i x y, CC-Lizenz)

 
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