1991 – ich war acht Jahre alt – kauften meine Eltern ihren ersten Rechner: Einen 286er mit 16 MHz von «Highscreen». Eines Tages bekamen wir Besuch von einem Bekannten, der das Spiel «Prince of Persia» auf einer Diskette mitbrachte. Prince of Persia ist ein Jump ‘n’ Run, bei dem man die Rolle eines persischen Prinzen einnimmt, der in einem Dutzend Levels alles dafür tut, um die eingesperrte Prinzessin sowie ganz Persien zu zu befreien.
Schnell wurde ich in den Bann des für mich damals einzigartigen Spiels gezogen. Ich erinnere mich noch, wie sehr ich dem einen Tag in der Woche entgegen gefiebert habe, an dem mich meine Eltern rund eine Stunde Prince of Persia spielen liessen. Erst nach und nach konnte ich mir durch konsequentes Quengeln und Nerven etwas mehr Zeit für Computerspiele erwirken. Die Prinzessin bekam ich jedoch nie zu sehen – weiter als bis zum Level 8 kam ich nicht. Irgendwann verlor Prince of Persia dann auch seinen Reiz – wahrscheinlich, weil ein anderes Spiel meine volle Aufmerksamkeit erhielt. Wenn ich mich recht erinnere, war es Sim City …
Ich glaube nicht, dass Prince of Persia mein erster Kontakt mit der IT war. Es ist jedoch der erste, an den ich mich noch heute erinnere, genau wie an die spezielle Stimmung, die das Spiel damals ausstrahlte. Mit solchen Games ist es wie mit alten Kinderserien, von denen man früher kaum genug bekommen konnte. Schaut man sich diese heute an, stellt man ernüchtert fest, dass ihr Zauber verflogen ist. Deshalb werde ich auch zukünftig die Finger von der damals so geliebten Originalversion von Prince of Persia lassen.
Diese schöne Kindheitserinnerung möchte ich mir bewahren.
(Quelle Screenshot: CLF/Flickr, CC)
» Wikipedia-Eintrag zum Computerspielklassiker Prince of Persia







